Pompeji ist nicht nur UNESCO-Weltkulturerbe, sondern auch eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Italiens. Jedes Jahr strömen 2,5 Millionen Besucher hierher. Die Ausgrabungen haben eine Gesamtfläche von 60 Hektar und vermitteln dir ein lebendiges Bild vom Leben in einer römischen Stadt der Antike. Ergründe einige der Mysterien von Pompeji mit diesen faszinierenden Fakten.

1. Verschüttet über Jahrhunderte

Aus heutiger Sicht ist es kaum vorstellbar, dass eine ganze Stadt einfach von der Bildfläche verschwindet. Aber genau das ist im Jahr 79 n. Chr. mit Pompeji passiert. Die Stadt war fast 1.500 Jahre lang unter dicken Schichten von Vulkanasche verborgen. Der Architekt Domenico Fontana stieß 1599 bei Aus­schach­tungs­ar­bei­ten für eine unterirdische Wasserleitung ganz zufällig auf die verschüttete Stadt. Ein glücklicher Zufall für uns alle, denn Pompeji ist heute eine der bedeutendsten archäologischen Aus­grabungs­stätten der Welt. Die Vulkan­asche erwies sich dabei als hervorragender Konservierungsstoff. Deshalb gibt die Stätte heute einen so lebendigen Eindruck von der römischen Zivilisation. Noch mehr von Pompejis Geheimnissen ergründest du bei einer Führung.

2. Antike Graffiti-Künstler

Die Einwohner von Pompeji hinterließen gern einen bleibenden Eindruck. Bei den Ausgrabungen wurden mehr als 11.000 Graffiti entdeckt. Und die antiken Graffiti-Künstler beschränkten sich nicht wie ihre modernen Nachfahren auf die Außenfassaden der Gebäude, sondern dekorierten auch ihre eigenen Wohnräume. Ganz wie heute waren ihre Sprüche ab und zu vulgär, oft aber auch poetisch. So findet sich zum Beispiel an der Treppe im Haus des Maius Castricius der Segenswunsch: “Wer immer liebt, möge es ihr wohl ergehen.” Definitiv lyrischer als “Maius war hier”, oder? Unternimm’ eine Tour mit einem Archäologen und erhalte tiefere Einblicke in das Alltagsleben der antiken Stadt.

3. Brot von vorvorgestern

Der Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. hat Pompeji unter einer 4-6 Meter hohen Schicht aus Vulkanasche begraben. Diese Asche hat die Stadt so gut frisch gehalten, dass die Archäologen bei ihren Ausgrabungen sogar 81 Laibe verkohltes Brot entdeckten. Erkunde Pompeji und den Vesuv bei einer 8-stündigen Tour. Fahre hinauf zum Krater des für Pompeji so schicksalhaften Vulkans und genieße eine atemberaubende Aussicht über die Bucht von Neapel. Bei einem Rundgang mit einem Vulkanologen erhälst du Einblicke in die geologische Geschichte des Vesuvs.

4. Griechische Ursprünge

Pompeji gilt als römische Stadt. Doch es gibt Anzeichen dafür, dass die ersten Siedler der Stadt Griechen waren. Die ältesten Überreste, die man im Bereich der Ausgrabungsstätte gefunden hat, stammen von einem griechischen, dorischen Tempel aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Am besten lassen sich die Ruinen der antiken Stadt und ihrer Umgebung bei einer privaten Tagestour erkunden. Diese beginnt mit einer malerischen Fahrt entlang der bezaubernden Amalfiküste – auf einer der sicher schönsten Panoramastraßen der Welt.

5. Nichts für schamhafte Gemüter

Prüde waren die Bewohner von Pompeji ganz gewiss nicht. Die Ausgrabungen der Stadt förderten zahlreiche Beispiele für erotische Kunst und Kunsthandwerk zutage, darunter einige recht freizügige Fresken. Im Jahr 1819 begab sich Franz I., seines Zeichens König beider Sizilien und somit Herrscher über Neapel, zu einer Besichtigung der Pompeji-Ausstellung im Archäologischen Nationalmuseum. Seine Majestät empörte sich dabei so sehr über die in seinen Augen unsittlichen Kunstwerke, dass er sie wegschließen ließ. Bis heute dürfen Minderjährige nur im Beisein einer offiziellen Begleitperson einen Blick auf die anstößigen Werke riskieren.

Aber nicht alle Gemälde aus Pompeji sind derart skandalös. Über die Stätte verteilt entdeckst du zahlreiche gut erhaltene Fresken. Bei einigen handelt es sich um Darstellungen des Alltagslebens, die dir einen Eindruck vom Dasein in einer antiken Zivilisation geben. Da sich die Ausgrabungen in Pompeji über 3 Kilometer erstrecken, suchst du die Fresken am besten mit jemand, der weiß wo sie versteckt sind.

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