Egal, ob du den Lichterglanz von New York City schon einmal höchstpersönlich bewundert hast oder nicht – über den Big Apple hast du auf jeden Fall schon eine ganze Menge gehört. Du hast ihn in zahllosen Filmen bestaunt, stapelweise Zeitschriftenartikel über ihn gelesen – und auch wenn du selbst noch nie da warst: einer deiner Freunde war es mit Sicherheit schon.

Bei New York denkst du wahrscheinlich sofort an Wolkenkratzer, einen kosmopolitischen Lifestyle und die berühmten gelben Taxis. Vielleicht meinst du sogar, dass du längst alles gehört hast, was es über diese Stadt zu wissen gibt. Nun, hier sind 10 Fakten, die du sicher in noch keiner Zeitschrift gelesen hast.

1. New York ist das perfekte Sprachlabor

Der Reiseleiter in New York City verwendet ein iPad, um Touristen Fotos von Figuren zu zeigen, über die er auf der historischen Tour spricht.

Du hast Lust, eine neue Sprache zu lernen oder deine Kenntnisse einer Fremdsprache aufzupolieren? Dann nichts wie auf nach New York. In der Empire City werden mehr als 800 verschiedene Muttersprachen gesprochen, und damit ist New York tatsächlich der kulturelle Schmelztiegel der Welt. In ungefähr der Hälfte aller New Yorker Haushalte ist Englisch nicht die erste Sprache – und mehr als ein Drittel aller Stadtbewohner sind im Ausland geboren. Unternimm einen Spaziergang durch drei der fünf sehr unterschiedlichen Stadtbezirke (Boroughs) bei einer Halbtagestour und du erlebst eine linguistische Weltreise.

Wer weiß, vielleicht lernst du ja sogar ein paar neue Sätze – einmal abgesehen von dem ortstypischen “Hey, pass auf wo du hingehst!”

2. Die Urgroßmutter von New York hieß New Amsterdam

Junge Frau mit einem Pferdeschwanz macht ein Foto der Freiheitsstatue, während auf einem Boot vorbei segelt.

Während du durch die hypermoderne Metropole wandelst, kannst du dir wahrscheinlich kaum vorstellen, dass es an diesem Ort mal eine Zeit ganz ohne Glitzer und Chrom gab. Doch selbst New York wurde nicht an einem Tag erbaut. Im Jahr 1626 wurde die Insel Manhattan von holländischen Siedlern gekauft und erhielt den schönen Namen “New Amsterdam”. Später diente die Stadt der Niederländischen Ostindien-Kompanie als Umschlagplatz im Pelzhandel. Zu New York wurde sie erst 1664, als die Engländer das Zepter der Stadtherren übernahmen.

Falls du für die Zukunft einen Besuch in New York planst, erfährst du bei einem Rundgang durch Lower Manhattan alles über die bescheidenen Anfänge der Stadt. Bestaune die legendäre Architektur, erhalte Einblicke in ihre Geschichte … und stärke dich mit einem herzhaften Stück Pizza im New Yorker Stil.

3. Der Lichtschalter-Beschluss

Junge Frau mit Hut überblickt die Skyline von New York City und den Hudson River
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Die New Yorker Skyline ist ein weltbekanntes Wahrzeichen. Und aus der Perspektive ihrer Straßenschluchten betrachtet ist sie manchmal so beeindruckend, dass einem die Kinnlade herunterfällt. Die Architekten dieser gigantischen Wolkenkratzer mussten wahre Wunder vollbringen, damit wenigstens ein wenig Licht in den Großstadtdschungel gelangte. Nimm zum Beispiel das Empire State Building: Es ist so riesig, dass es eine eigene Postleitzahl hat. Solch enorme Herausforderungen erforderten beherzte Maßnahmen – solche wie das Planfeststellungsverfahren von 1916.

Gemäß dieser Richtlinie mussten die Architekten ihre Wolkenkratzer so konstruieren, dass sie den Lichteinfall in die Straßenschluchten darunter nicht blockierten. Eine Regelung, die das Dasein der modernen New Yorker im wahrsten Sinne des Wortes erhellte – und ein ganzes Stück sicherer machte.

4. New York City ist ein Mekka der LGBTQ+++

Zwei junge Frauen mit Rucksäcken radeln durch den Central Park in New York City

Wahrscheinlich überrascht es dich nicht, dass die Kulturhauptstadt der Welt auch ganz außerordentlich Gay Friendly ist. Aber wusstest du auch schon, dass sich in New York mehr Menschen als LGBTQ+ identifizieren, als in irgendeiner anderen Stadt der USA?
Gleichgeschlechtliche Ehen sind in New York zwar erst seit 2011 legal, aber die bewegte Geschichte der Gay Rights-Bewegung in der Stadt reicht natürlich viel weiter zurück.

Keine Reise nach New Yor wäre komplett ohne einen Besuch der legendären Bar Stonewall Inn. Noch tiefere Einblicke in die Entstehung der Gay Rights-Bewegung erhältst du mit Geschichten über das Pulverfass und den berüchtigten Aufstand von 1969. Das Stonewall Inn gilt heute als Geburtsstätte der modernen LGBTQ+-Bewegung und seine Türen stehen allen offen.

5.  Stadt des Goldes

Ansicht einer Statue eines starken Mannes, der einen Globus in New York City an einem sonnigen Tag hält.

Du liebst Filme über Bankräuber, die besonders clevere Coups landen? Dann ist die Federal Reserve Bank für dich vielleicht eine alte Vertraute. Bekanntlich lagern hier die größten Goldreserven weltweit – angeblich wiegen die eingelagerten Goldbarren mehr als 7.000 Tonnen – und entsprechend schwerwiegend sind natürlich auch die Sicherheitsvorkehrungen. Es wird dir also kaum gelingen, über einen Luftschacht ins Gebäude zu klettern. Bei einer Tour mit einem Wall Street-Profi dürftest du da schon eher Zugang erhalten. Und wenn das Reisen wieder möglich ist, kannst du dir hier nebenbei auch gleich ein paar Tipps abholen, wie du es selber zu einem Vermögen bringst. Bis es soweit ist, kannst du ja erst mal bei den Filmen bleiben. Kennst du eigentlich schon “Goldfinger”?

6. Ein Apfel von der Pferderennbahn

Junges Paar geht entlang einer Brücke in New York City, während Händchenhalten an einem sonnigen Tag.

Die Herkunft von New Yorks Spitznamen ist einigermaßen mysteriös. Als sicher kann allerdings gelten, dass die Stadt keinesfalls einem Stück Obst ähnelt. Stattdessen ist der Big Apple auf einem ganz unerwarteten Mist gewachsen – nämlich einem Reporterkommentar zum Pferderennsport. Ja, tatsächlich. Der Journalist John J. Fitzgerald prägte den Begriff 1921 in einem Artikel. Seine genauen Worte?

“Es gibt nur einen einzig wahren Big Apple. Und das ist New York.” Mit einem Explorer Pass kannst du bei deiner nächsten Reise ein ganz großes Stück vom Apfel abbeißen – 85 New Yorker Sehenswürdigkeiten stehen bereit, um dich auf den Geschmack zu bringen.

7. Selbst Bibliotheksausweise sind hier eine ziemlich große Sache

Innenraum eines Museums in New York City. Die Sonne strömt durch das Oberlicht.

Wie heißt es so schön? “Wissen ist Macht.” Und mit einem New Yorker Bibliotheksausweis haben die Stadtbewohner Zugang zu über 50 Millionen Büchern – mächtig viel, oder? Die New York State Library ist die drittgrößte Bibliothek der Welt und zugänglich für die Allgemeinheit. Diese Schaltzentrale der Geistesmacht solltest du also bei einer Must-See Tagestour in New York keinesfalls auslassen. Hinter den berühmten steinernen Löwen an der großartigen Fassade der Bibliothek verbergen sich elegante Lesesäle. Schnapp dir ein gutes Buch, mach es dir bequem und fang an, gemeinsam mit den New Yorkern endlich deine Leseliste abzuarbeiten.

8. Die Straßen sind (nahezu) mit Perlen gepflastert

Junge Frau macht ein Foto der New Yorker Skyline von oben auf dem Empire State Building.

Die holländischen Gründerväter von New Amsterdam waren hin und weg von den vielen Austern, die sie auf Ellis und Liberty Island vorfanden. Deshalb hießen die beiden Inseln damals auch Kleine bzw. Große Austerninsel. Um ihre Begeisterung in Stein zu meißeln, verwendeten die Niederländer sogar Austernschalen, um die heutige Pearl Street damit zu pflastern. Delikatessen findet man in New York übrigens nach wie vor an jeder Straßenecke, wenn auch eher in Form von Street Food zum Mitnehmen. Bei einem kulinarischen Rundgang durch die Stadt kannst du dich kreuz und quer durch authentische und manchmal geradezu kunstvolle Street Food-Spezialitäten schlemmen. Na, schon Appetit auf deine nächste Reise nach New York?

9. Der Mythos von den wild hupenden Taxifahrern

Der ältere Mann erklärt der jüngeren Frau etwas, während sie auf die Skyline von New York und den Hudson River blicken

Was kommt dir beim Gedanken an den Big Apple als erstes in den Sinn? Wahrscheinlich Blechlawinen, die sich durch die Straßen schieben, in denen die gelben Taxis wie wild hupen (und hin und wieder jemand brüllt: “Hey, aus dem Weg!”). Die Realität sieht allerdings anders aus. Taxifahrer müssen nämlich ziemlich deftige Strafen zahlen, wenn sie ohne guten Grund hupen. Also tun sie das eigentlich nur im Notfall. Und wie steht’s mit den Wassertaxis? Frag doch einfach bei den Chauffeuren der Wassertaxitour auf dem Hudson River nach, wenn du das nächste Mal in der Stadt bist.

10. Ohne Kaffee geht gar nichts

Junges Paar geht entlang einer Brücke in New York City.

Du möchtest für einen waschechten New Yorker gehalten werden? Dann nimm Platz vor einem Café und bestell dir einen großen Eiskaffee. Du kannst ihn natürlich auch schlürfen, während du die Straßen erkundest. Eine globale Gesundheits­studie hat ermittelt, dass ein New Yorker ungefähr 7-mal soviel Kaffee in sich hinein­schüttet, wie ein Durch­schnitts­amerikaner. Kein Wunder also, dass diese Stadt niemals schläft. Dennoch erfreuen sich die New Yorker der besten Gesundheit unter sämtlichen Groß­stadt­bewohnern des Landes. Also schließ dich ihnen ruhig an und fröne deiner Koffein­sucht. Starte im Greenage Village und folge der Spur der schwarzen Bohne durch die ganze Stadt.

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