Paris ist wohl das beliebteste Ziel für einen romantischen Urlaub. Naturellement. Aber die französische Hauptstadt zieht nicht nur Turteltauben an. Ihr üppiges Angebot an Geschichte und Kultur macht die Metropole zum Must-See für Reisende rund um den Globus. Hier kommen 10 Dinge, die trotzdem nur wenige kennen.

Young woman smiling inside the Eiffel Tower in Paris with sunlight shining through

1. Der Eiffelturm war nicht immer so beliebt

Aaah, der Eiffelturm. Das zeitlose Wahrzeichen der Stadt der Liebe. Der elegante Stahlturm dürfte weltweit das erste sein, was den Menschen beim Gedanken an Paris in den Sinn kommt. Dabei hatte er einen durchaus schweren Start. Die Pläne des Architekten Stephen Sauvestre stießen anfangs auf Widerstand. 1887 gab es sogar eine von zahlreichen Künstlern unterzeichnete Petition gegen das Projekt. Die Architekten, Maler und Autoren beschwerten sich über das Vorhaben, den Anblick ihrer Stadt durch den Bau eines “gigantischen und lächerlichen schwarzen Kaminschlots” zu verschandeln.

Young woman wearing a blue beret and striped shirt looks at macarons in a window display in Paris, France

2. Die Stadt hat die teuersten Restaurants der Welt

Du freust dich auf ein romantisches Candle-Light-Dinner in einem Pariser Restaurant? Dann solltest du schon jetzt anfangen zu sparen, denn nirgends auf der Welt ist Abendessen außer Haus so teuer wie im Mekka der Haute Cuisine. Zum Glück gibt es Geheimtipps wie diese Bootsfahrt mit Dinner, die ein Drei-Gänge-Menü mit einer romantischen Fahrt auf der Seine verbindet. So kommst du in den Genuss eines leckeren Essens und weltberühmter Sehenswürdigkeiten, ohne dafür deinen Bausparvertrag zu opfern.

Woman wearing a blue coat and blue jacket walks around the center of Paris, France on a sunny afternoon

3. Die Revolution verbot den Frauen lange Hosen

Liberté, egalité, fraternité. Die Französische Revolution schrieb sich die Freiheit auf die Fahnen. Das schien aber nicht für die weibliche Garderobe zu gelten. Auf diesem Rundgang erfährst du, warum Frauen Polizisten um Erlaubnis bitten mussten, um lange Hosen zu tragen. Inzwischen tragen die Pariserinnen seit Jahrzehnten, was sie wollen. Aber offiziell wurde das Gesetz erst 2013 außer Kraft gesetzt.

Outside the Louvre Museum in Paris, France with the glass pyramid

4. Der Louvre ist das beliebteste Museum der Welt

Du willst bei deinem Paris-Trip endlich mal die echte Mona Lisa sehen? Mit dem Wunsch bist du leider nicht allein. Mit 9 Millionen Besuchern pro Jahr ist der Louvre das beliebteste Museum der Welt. Zum Glück gehst du mit diesem Express-Ticket direkt an den langen Warteschlangen vorbei. Und mach dir keine Sorgen, wenn dein Paris-Urlaub vorerst warten muss: Die Mona Lisa läuft nicht weg. Das berühmteste Gemälde der Welt wird hinter kugelsicherem Sicherheitsglas in einem speziell klimatisiertem Raum für nachfolgende Generationen bewahrt.

5. Der Pont des Arts war früher von Liebesschlössern übersät

Paris steckt voller toller Orte für romantische Gesten, aber der Pont Des Arts war lange der romantischste von allen. Auf der Fußgängerbrücke besiegelten Paare ihre Liebe nicht nur mit Küssen – sondern auch mit Schlössern. Sie klemmten Vorhängeschlösser mit ihren Initialen ans Geländer und warfen den Schlüssel als Zeichen ihrer Treue in die Seine. Nachdem ein Teil des Geländers 2014 unter der tonnenschweren Last zusammenbrach, wurden die “Liebesschlösser” entfernt. Das klingt dir alles eine Spur zu kitschig? Wie wär’s mit einem Date auf dem Rücksitz eines alten Citroën?

Boy looks through coin binoculars overlooking one of the promenades of Paris, France

6. Paris ist die grünste Stadt Frankreichs

Es wird sie wohl kaum jemand alle gezählt haben, aber Schätzungen nach gibt es in Paris eine halbe Million Bäume. Damit ist die Metropole die grünste Stadt des Landes. Das haben die Pariser unter anderem König Henry IV. zu verdanken, der im 16. Jahrhundert die ersten mit Bäumen gesäumten Straßen anlegen ließ. Wenig später bekam das französische Lexikon einen neuen Eintrag: die Promenade. Paris lädt bis heute zum Flanieren ein. Am besten erkundest du seine großzügigen Straßenzüge auf einer Segway-Tour.

7. Die Straßen haben keine Stoppschilder

Paris ist eine der Städte, die niemals still stehen. Das gilt übrigens auch für den Verkehr! Es gibt hier nämlich keine Stoppschilder. An allen Kreuzungen gilt die gute alte Vorfahrtsregel rechts vor links. Aber warum sich an die Hauptstraßen halten, wenn du die versteckten Gassen und Winkel erkunden kannst? Auf dieser halbtägigen E-Bike-Tour eroberst du die Stadt in deinem eigenen Tempo. Denk nur daran, immer schön auf die Vorfahrt zu achten.

8. Paris hat den größten Großmarkt von allen

Der Großmarkt Rungis ist der größte Lebensmittel-Großmarkt der Welt. Hier gehen jährlich 2 Millionen Tonnen Gemüse, Käse und Frischfisch über die Theken. Der überdachte Komplex erstreckt sich über eine Fläche von satten 2,3 Quadratkilometern – und ist damit größer als das gesamte Fürstentum Monaco! Du hast Angst, dich in den langen Gängen zu verlaufen? Keine Sorge, viele Pariser Viertel haben ihre eigenen charakteristischen marchés. Einer der buntesten ist der von lauter nordafrikanischen Geschäften umringte Marché d’Aligre.

Sunset photo of the Arc de Triomph in Paris, France with people walking nearby and sunlight streaming through the arch

9. Die Stadt der Lichter verdankt ihren Namen nicht den Glühbirnen

Man nimmt fast automatisch an, Paris verdanke seinen berühmten Spitznamen den vielen nächtlichen Lichtshows. Mais non! Der Titel Stadt der Lichter bezieht sich auf seine bedeutenden philosophischen Beiträge seit dem 17. Jahrhundert. Besonders während der Aufklärung avancierte Paris zum Epizentrum des intellektuellen und wissenschaftlichen Austauschs. Die Beleuchtung der Brücken nach Sonnenuntergang ist natürlich trotzdem eine Augenweide.

10. Unter den Straßen befinden sich 320 Kilometer lange Katakomben

Zum Abschluss haben wir noch einen Tipp für alle Freunde des Makabren. Tief unterhalb des Pariser Pflasters befindet sich eine geheime Welt, von der nur wenige wissen. Die Katakomben wurden im 18. Jahrhundert als eine Art unterirdische Nekropole angelegt. Ihre Tunnel erstrecken sich über eine Länge von unglaublichen 322 Kilometern. Eine Tour durch dieses “Reich der Toten” ist ein besonderes Erlebnis, aber nichts für schwache Nerven – die Wände sind von oben bis unten mit Schädeln und Knochen übersät!

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