Von gruseligen Gespenstern, über düstere Dämonen bis hin zu heimtückischen Hexen – das Makabre wird auf der ganzen Welt gefeiert, und das auf alle erdenklichen Arten und Weisen. Komm mit uns auf eine herbstliche Weltreise und entdecke, wie verschiedene Länder die Geister der Toten beschwören falls du dich traust!

1. Mexiko

Unheimlich, heilig und unheimlich unterhaltsam: Nirgendwo sonst feiert man so schaurig wie in Mexiko, Heimat des Día de los Muertos oder „Tag der Toten“. Jedes Jahr am 1. November werfen sich die Mexikaner in Schale, um in eklektischen Kostümen und mit kunstvoller Gesichtsbemalung ihre verstorbenen Vorfahren zu ehren. Auf privaten Altaren, den ofrendas, die speziell zu diesem Zweck errichtet werden, werden kleine Geschenke für die Verstorbenen präsentiert von Tequila bis zum Zuckerschädel. Besuche einen Friedhof bei Mexico City und betrachte die in Kerzenlicht getauchten Gaben auf den Grabsteinen, ein Abend den du sicher niemals vergessen wirst – zumindest nicht in diesem Leben…

2. Irland

Die neblige Insel im Nordatlantik gilt als Ursprung der Halloween-Tradition. Kein Wunder, wenn man an die windgepeitschten Hügel und die schaurige Atmosphäre denkt. Bis heute wird der gruselige Feiertag in Irland begangen. Der reiche Schatz an düsteren Festlichkeiten brachte unter anderem Europas größten Halloween-Umzug hervor: Banks of the Foyle. Feiere mit bei der großen Parade und besuche eines der vielen interaktiven Spukhäuser, die „Haunted Houses“. Lerne das Fürchten bei einem Horror-Spektakel voller Knochengerippe, Vampire, Dämonen und Hexen. Und falls der Landgrusel, dir nicht genug ist, ziehe weiter nach Dublin für eine Bustour zu Geistern, Gespenstern und grausamen Verbrechern… Muahahaha!

3. Hong Kong

Warum nur einen Tag lang die Toten feiern, wenn du es auch einen ganzen Monat lang tun könntest? Das „Fest der hungrigen Geister“, auch bekannt als Zhongyuan-Festival, wird in Hongkong und China gefeiert, zur Jahreszeit, wenn die Toten üblicherweise das Reich der Lebenden besuchen. Der Grund für Ihren Besuch? Essen, Unterhaltung und natürlich Schabernack! Um den Geistern ihr tristes Dasein ein wenig zu versüßen, werden Opfergaben in den Straßen verbrannt. Darüber hinaus gibt es jeden Abend Live-Konzerte und Opern-Aufführungen. Von Paraden und Festessen bis hin zu handgemachter Kleinkunst – dieses Totenfest hat auch für die Lebenden einiges zu bieten.

4. USA

Die Vereinigten Staaten sind ein ziemlicher Newcomer, wenn es um Halloween geht. Erst im 19. Jahrhundert breitete sich der ursprünglich aus Irland und Schottland stammende Brauch auch auf dem nordamerikanischen Kontinent aus – und erfreut sich bis heute immer größerer Beliebtheit. Jedes Jahr am 31. Oktober verkleiden sich Kinder (und Erwachsene) als Gespenster und Hexen, schnitzen Kürbisse und ziehen von Haus zu Haus, um Süßigkeiten zu sammeln – klingt idyllisch, aber dahinter steckt natürlich eine Geschichte voller Geister und Dämonen. In New Orleans braucht man keine Geisterstunde, es ist das ganze Jahr über gruselig genug. Höre haarsträubende Horrorgeschichten von Hexen, Geistern, Voodoo und Vampiren bei einer Tour zu den verfluchtesten Orten in New Orleans — hier haben die Monster das Sagen.

5. Haiti

Malerische Sandstrände und bezaubernde Wasserfälle – die karibische Insel Haiti steckt voller Wunder. Aber lass dich davon nicht blenden! Haitis Geschichte hat auch ihre dunklen Seiten. Das Fet Gede, oder „Fest der Vorfahren“, gilt als das Voodoo-Äquivalent von Mardi Gras, Tag der Toten und Halloween in Einem. Bei diesem Festival voller Trommeln und Rhythmen werden im Licht von Hunderten von Kerzen die Verstorbenen geehrt. Mit Musik und Prozessionen machen sich die Menschen gemeinsam auf den Weg zu den Gräbern ihrer Vorfahren, trinken würzigen Rum und hinterlassen kleine Geschenke für verstorbene Verwandte in die Dunkelheit der Nacht.

6. Rumänien

Schroff ragen steinerne Kirchen und uralte Festungen aus der felsigen Berglandschaft empor. Willkommen in Rumänien, deine ultimative Halloween-Location. Hier wird am 29. November gefeiert, in der Andreasnacht, auch bekannt als Nacht der Geister oder Noaptea Strigoilor. In dieser Nacht kamen die Menschen zusammen, um gemeinsam für Schutz vor den Wölfen zu beten, die die umliegenden Berge durchstreiften. Doch nicht nur Werwölfe und Vampire machen den Menschen das Leben schwer. Rumänien ist vor allem berühmt für die Region Siebenbürgen, besser bekannt als Transsilvanien, die berüchtigte Heimat von Schloss Dracula. Das Nationaldenkmal am Hang eines Berges ist umgeben von der Aura des Geheimnisvollen. Erkunde die dunklen Türme und Mauern, in denen einst der berühmteste Blutsauger der Welt sein Unwesen trieb.

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