Bei den meisten Reisen kommt es hauptsächlich darauf an, so schnell wie möglich von A nach B zu kommen. Die meisten Reisen führen dich allerdings auch nicht durch die legendären Städte, die urwüchsigen Nationalparks oder entlang der traumhaften Küstenstraßen Kaliforniens.

Mit diesen 11 unverzichtbaren Boxenstopps im Golden State wirst du den Weg genauso sehr lieben, wie das Ziel deiner Fahrt.

El Matador Beach

1- El Matador Beach
In Los Angeles gibt es derart viele Strände, dass du dich fühlst, als könntest du bis ganz hinunter nach Mexiko spazieren, ohne jemals den Strand zu verlassen. Und ja, sie sind alle bildhübsch. Aber ein sandiger Küstenabschnitt vor Malibu stiehlt wirklich allen anderen die Show. Wenn du deine Füße erst einmal auf den Sand des El Matador State Beach setzt, verstehst du sofort, warum er als einer der herrlichsten Strände an der Westküste der USA gilt. Bei all den Höhlen und erstaunlichen Felsformationen wirst du gar nicht aufhören wollen, zu entdecken. Und zum Entspannen stehen ein paar Picknicktische mit Blick auf den Pazifik bereit. Also stell dein Auto ab und genieß die Aussicht.

Sturtevant Falls

2- Sturtevant-Wasserfälle
Wenn du dem Trubel von Los Angeles dringend mal entkommen musst, dann hätten wir da den perfekten Wanderweg für dich: Unweit der Stadt, im Big Santa Anita Canyon, erwartet dich der Sturtevant Falls Trail, der dich auf ein kleines Abenteuer durch ein Märchenland führt. Der knapp 5 Kilometer lange Wanderweg folgt einem Flusslauf durch einen Zauberwald voller lieblicher Bächlein. Folge dem Pfad, bis du einen idyllischen Teich erreichst. Von dort genießt du eine herrliche Aussicht auf die Wasserfälle. Das perfekte Ziel für einen Tagesausflug in die Stille.

Marshall’s Beach

3- Marshall’s Beach
Du wolltest die Golden Gate Bridge immer schon mal ganz aus der Nähe sehen, aber fernab der Massen? Dann haben wir eine gute Nachricht für dich – wir kennen da einen Geheimtipp: Der Marshall’s Beach ist ein winziger, verborgener Sandstrand direkt am Fuß der berühmtesten Brücke der Welt. Fahr einfach den Lincoln Boulevard hinunter, bis du ein kleines Schild mit der rätselhaften Aufschrift „Batteries to Bluffs“ entdeckst. Folge dem Pfad zum Strand und nimm vor dem Wahrzeichen Aufstellung, ohne dass Dir irgendwelche anderen Touristen bei deinem Erinnerungsfoto vor die Linse geraten.

Bixby Creek Bridge

4- Bixby Creek-Brücke
Kaum hast du das Erlebnis verdaut, die Golden Gate Bridge zu überqueren, da erwartet dich auch schon das nächste kalifornische Wahrzeichen im Bixby Creek Canyon, nur wenige Stunden südlich von San Francisco. Die 79 Meter hohe Brücke über den Bixby Creek versetzt Reisende, die mit dem Auto unterwegs sind, bereits seit 1932 zuverlässig in Erstaunen. Und dir wird es nicht anders gehen. Mach dich auf den Weg zum Aussichtspunkt Castle Rock. Von dort genießt du Panoramablick über die Brücke und die umliegende Landschaft. Und auf jeden Fall solltest du in deinem Reiseplan genug Zeit lassen, um dir den Sonnenuntergang vom Südende der Brücke aus anzuschauen. Nur allein um diesem Moment gerecht zu werden, reservierst du am besten schon mal eine ganze Speicherkarte für deine Kamera.

Joshua Tree National Park

5- Joshua Tree-Nationalpark
Wenn du auf Sonnenschein, Klettern, Sterne gucken und phänomenale Landschaftsaufnahmen stehst, dann ist der Joshua Tree-Nationalpark dein ganz persönliches Paradies. Pack ein Zelt und deine Kamera ein und begib dich auf ein sagenhaftes Abenteuer. Als erstes solltest du dir den Elephant Rock anschauen, einen Felsen der (wer hätte das gedacht?) exakt aussieht, wie ein Elefant. Echte Elefanten wirst du im Nationalpark leider vergeblich suchen, aber vielleicht begegnen dir ein paar Wüstenschildkröten – die auch ziemlich cool sind. Die Josuabäume, die dem Park seinen Namen geben, siehst du am besten vom Wanderweg Indian Cove. Dieser Pfad ist außerdem umgeben von Formationen aus Felsbrocken, die du mit Wonne erklettern kannst. Lass deinen Tag am Keys View ausklingen, einem erstklassigen Aussichtspunkt auf den Sonnenuntergang. Schlag dein Zelt in der Nähe auf und zähl die zahllosen Sternlein am Firmament.

The McWay Falls

6- McWay-Wasserfall
Dieser malerische, 24 Meter hohe Wasserfall erwartet dich im McWay Creek, mitten im Herzen des Naturschutzgebietes Julia Pfeiffer Burns State Park. Wandele entlang des traumhaften Aussichtspfades Waterfall Overlook Trail und freu dich über die Bilderbuchaussicht auf Felsklippen und den Wasserfall. Am Ende des Pfades erreichst du das ehemals bewohnte Waterfall House, in dem du dir heute eine kleine Ausstellung über den Wasserfall anschauen kannst. Mit ein wenig Geduld (und der nötigen Portion Glück) entdeckst du in der entlegenen Bucht Seehunde, Pelikane oder sogar einen leibhaftigen Kalifornischen Grauwal.

Lake Tahoe

7- Lake Tahoe
Egal, ob dir der Sinn nach Skifahren, Wandern, Schwimmen oder Angeln steht – am Lake Tahoe ist alles möglich. Wenn du im Sommer hier bist, solltest du dir den Wanderweg Rubicon Trail am Südwest-Ufer des Sees keinesfalls entgehen lassen. Die vierstündige Wanderung führt dich den gesamten Uferabschnitt entlang, vom Rubicon Point bis zur berühmten Bucht Emerald Bay. Auch wenn du nicht die ganze Wanderung machen möchtest, solltest du doch mindestens einen Blick auf die Emerald Bay mit ihrem winzigen Eiland im See werfen. Bis dahin gelangst du vom Rubicon Point aus nach 2 bis 3 Stunden.

Glacier Point

8- Glacier Point
Kein Roadtrip durch Kalifornien ist vollständig ohne einen Besuch im Yosemite-Nationalpark. Wenn du den Glacier Point vor dir siehst, der hoch oben über dem Tal thront, wirst du dich wahrscheinlich erst mal auf eine mehrstündige Bergwanderung einstellen, bevor du in den Genuss der Aussicht kommst. Doch zum Glück kannst du den Aussichtspunkt bequem mit deinem fahrbaren Untersatz über eine Serpentinenstraße erreichen, die sich durch die dichten Wiesen und Wälder von Yosemite bergauf windet. Falls du aber eher der abenteuerlustige Typ bist, musst du jetzt nicht enttäuscht sein: Natürlich kannst du auch aus dem Tal hinauf zum Glacier Point steigen. Eine 8-stündige Klettertour auf dem Four-Mile Trail führt dich auf den Gipfel.

Morro Rock and Morro Bay

9- Morro Rock und Morro Bay
Du kannst spontan nachvollziehen, warum man Morro Bay das Gibraltar des Pazifiks nennt. Die eindrucksvollen Felsformationen des Morro Rock haben eine verblüffende Ähnlichkeit mit Europas Tor nach Afrika. Nutze deine Zeit hier optimal: Miete ein Kajak und begegne ein paar Seelöwen oder Ottern, die in der Bucht zu Hause sind. Morro Bay eignet sich außerdem hervorragend zum Angeln. Mit etwas Glück kannst du dir also dein eigenes Abendessen fangen. Und versäum nicht eine Wanderung auf dem Black Hill Trail. Dieser Wanderweg ist von Blumen übersäht und an seinem Gipfelpunkt wirst du mit der besten Aussicht auf Morro Rock und die Bucht belohnt.

Pfeiffer Beach

10- Pfeiffer Beach
Im Naturschutzgebiet Pfeiffer Big Sur State Park erwartet dich dieser Geheimtipp unter den Stränden, der sich bei sämtlichen Einheimischen allerhöchster Beliebtheit erfreut. Mit seinen spektakulären Felsformationen und dem purpurfarbenen Sand (man stelle sich das vor), ist Pfeiffer Beach wahrhaft einzigartig. Je weiter du nach Norden gehst, desto intensiver wird das Purpur des Sandes. Der Strand verdankt seine Farbe einem Mineral, das aus den oberhalb gelegenen Hügeln geschwemmt wird. Und mal abgesehen von seiner abgefahrenen Farbe ist der Strand natürlich auch einer der malerischsten Orte Kaliforniens, um den Sonnenuntergang anzuschmachten.

Badwater Basin

11- Badwater Basin
Es wird dir nicht so oft in deinem Leben passieren, dass du dich 85 Meter unter dem Meeresspiegel befindest, ohne unter Wasser zu sein. Der Talkessel Badwater Basin im Süden des Death Valley liegt aber nicht bloß unter dem Meeresspiegel, sondern er ist auch der heißeste Ort in den gesamten USA. Dabei sieht das getrocknete Salz überall im Basin eher so aus, als hätte es hier eben frisch geschneit. Der tapfere Mann, der Badwater Basin entdeckte, durchquerte den Kessel mit seinem Maultier. Und weil sich das kluge Tier strikt weigerte, das salzige Wasser zu trinken, notierte sein Herr in seinem kleinen Notizbuch lediglich die Worte „bad water“ (dt. schlechtes Wasser). Dann machte er sich schleunigst aus dem Staub und der Ort hatte seinen Namen weg.

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